Wie der Name schon verrät, werden Aromaextrakte mittels dem Verfahren der Extraktion gewonnen. Das bedeutet nichts anderes, als dass alle Geschmacksbausteine, die charakteristisch für das Aroma des Rohstoffes sind, aus der Grundzutat “herausgezogen” werden. Dafür wird die gewünschte natürliche Zutat (zum Beispiel Pfeffer, Thymian, Zimt) in einer Flüssigkeit wie Wasser, Alkohol oder Öl eingelegt, an die sie nach und nach ihr Aroma abgibt. Sobald die Flüssigkeit das Aroma des Rohstoffes vollständig aufgenommen hat, werden die Reste herausgefiltert. Dieses Verfahren gehört bis heute zur gängigsten Methode bei der Herstellung von Aromen.

Dieses Verfahren aus der Aromenindustrie wenden wir im kleinen Maßstab täglich zu Hause an – ohne, dass es uns direkt bewusst ist. So gehört das Extrahieren für viele zur morgendlichen Routine dazu. Gemeint sind Kaffee und Tee. Für die Zubereitung dieser Getränke werden die Aromen aus Pulver oder Blättern mit Hilfe von heißem Wasser herausgelöst.

Doch auch jeder, der regelmäßig kocht hat schon einmal “extrahiert”. Ein klassisches Beispiel für einen selbst gemachten Extrakt ist Gemüsefond. Hier werden Wurzelgemüse und diverse Kräuter so lange im Wasser gekocht, bis ihr Geschmack komplett von der Flüssigkeit absorbiert wurde. Danach werden sie aus dem Fond entfernt.

Auch bei selbst gemachten Saucen mit Kräutern wie Oregano, Basilikum oder Rosmarin findet ein Extraktionsvorgang statt. So ist beispielsweise die beliebte Weißwein-Sahne-Sauce die perfekte Basis für einen Kräuterextrakt, da sie durch ihr Gemisch aus Wasser, Alkohol und Fett die perfekte Grundlage für die Aufnahme der Geschmacksstoffe bietet. Kräuter und Gewürze, die darin mitgekocht werden, geben ihre Aromastoffe an die Sauce ab. Anderes als bei der Brühe wird die aromagebende Komponente in der Regel jedoch nicht am Ende herausgefiltert. Würzöle können ebenfalls in die Reihe der Aromaextrakte eingeordnet werden. Das Öl, in dem Chili, Pfeffer und Co. eingelegt sind, nimmt ihr Aroma auf.

Kennzeichnung

Die unterschiedlichen Kennzeichnungen bei Aromen sollen dem Verbraucher Aufschluss über Herkunft, Ursprungsquelle und Herstellungsverfahren geben. Allerdings stiften die vielen Bezeichnungen oft mehr Verwirrung, als dass sie für Klarheit sorgen. Wir verraten Ihnen, was sich hinter dem Begriff Aromaextrakt verbirgt.

Aromaextrakt
Bei einem Aromaextrakt handelt es sich immer um einen zu 100% natürlichen Stoff, obwohl der Zusatz ‘natürlich’ nicht explizit in der Kennzeichnung erwähnt wird. Bei einem Pfefferextrakt muss folglich zur Herstellung Pfeffer als Rohstoff verwendet werden. Zudem muss das Aromenspektrum des Extraktes genau dem des Ausgangsstoffes, in diesem Fall Pfeffer, entsprechen. Für den fertigen Aromaextrakt werden dementsprechend die Aromastoffe des Pfeffers mithilfe eines Lösungsmittels aus den Körnern herausgefiltert.

Bekannte Beispiele sind unter anderem Gemüse-, Frucht-, Kräuter-, Gewürze- und Hefeextrakte. Aber auch ätherische Öle lassen sich in die Kategorie der Aromaextrakte einordnen. Sie gelten als Naturkonzentrate, denen keine weiteren Substanzen oder Zusatzstoffe beigemischt werden dürfen.

Was ist der Unterschied zu natürlichem Aroma?

Ein natürliches Aroma kann aus verschiedenen natürlichen Substanzen zusammengesetzt sein. Dabei ist die Menge der einzelnen Substanzen genau vorgegeben und somit auch die Zusammensetzung des Stoffes chemisch klar definiert. Bei einem Aromaextrakt werden während des Extraktionsprozess alle möglichen Aromastoffe aus dem Rohstoff herausgelöst. Die exakte Menge der einzelnen Aromastoffe ist weder bekannt noch kann diese bestimmt werden. Das fertige Extrakt ist somit ein undefiniertes (Aroma-)Stoffgemisch.

In vielen Fällen sind Aromaextrakte Hauptbestandteil eines Aromas und verleihen ihm seinen authentischen Geschmack und charakteristischen Geruch. Wozu also noch weitere Aromastoffe? Diese Aromaelemente sollen in erster Linie einen gleichbleibenden Geschmack und eine stabile Qualität zu garantieren. Weiterhin können sie ebenfalls zur geschmacklichen Abrundung dienen oder das Aroma mit einer zusätzlichen Note auszeichnen.

Als Ausgangsstoffe für Extrakte können neben Kräutern, Gewürzen und Gemüse auch Früchte oder Blüten dienen. Am Ende der Produktion muss das Endprodukt, also der Aromaextrakt, exakt das gleiche Spektrum an Aromastoffen aufweisen wie der Rohstoff selbst. Erst dann darf das Aroma auch als XY-Extrakt gekennzeichnet werden. Folglich finden sich in einem Thymianextrakt auch alle Geschmacksbausteine wieder, die für das charakteristische Aroma von Thymian verantwortlich sind. Der typische Thymiangeschmack darf somit nicht durch weitere Zusätze erzeugt werden.

Pure Flavour Aromaextrakte und ihre Vorteile

Eine hohe Qualität und ein authentischer Geschmack bei unseren Produkten haben für uns einen hohen Stellenwert. Um diese beiden Kriterien zu erfüllen, bedienen wir uns der gängigen Methoden zur Aromenherstellung. In erster Linie wenden wir das Extraktionverfahren an. Die Herstellung von Aromen aus der namensgebenden Grundzutat ist jedoch nicht immer durchführbar, da gewisse Lebensmittel nur in begrenzten Mengen verfügbar sind und die hohe Nachfrage nach Aromen nicht decken können.

Ob es sich bei einem Aroma um einen Extrakt oder ein natürliches Aroma handelt, erfahren Sie unter Zusatzinformation der Sorte. Zusätzlich finden Sie hier auch weitere detaillierte Angaben samt Kennzeichnung, Auskunft über die Natürlichkeit und die einzelnen Aromabestandteile. Zu unseren Aromaextrakten zählen vor allem die Kräuter- und Gewürzaromen wie Zimt, Rosmarin, Oregano, Thymian, Zitronengras und viele mehr.

Kochen mit Aromaextrakten

Mit einem Aromaextrakt können Sie zahlreichen Speisen auf simple Weise geschmacklich aufwerten. Da Aromaextrakte hoch konzentriert sind, reichen schon wenige Tropfen aus, um Ihre Gerichte zu würzen. Geben Sie einfach einige Tropfen des Extrakts nach dem Kochen in Ihre Kreation und verrühren Sie das Ganze.

Darüber hinaus eignen sich Extrakte perfekt für die Zubereitung von Grillmarinaden, da sie fettlöslich sind und ihr Geschmack daher in Öl konserviert wird. Im Gegensatz zu frischen oder getrockneten Würzzutaten, die bei zu starker Hitzeeinwirkung verbrennen, bleibt das Aroma somit auch bei den heißen Temperaturen erhalten.

Neben der leichten Handhabung und der Fettlöslichkeit zählt zu den weiteren Vorteilen der Extrakte ihre große Einsatzvielfalt. So muss beispielsweise frischer Oregano mindestens 15 Minuten mitgekocht werden, damit er seine bitteren Noten verliert und sein Aroma an die Speise abgibt. Indem Sie Oreganoextrakt verwenden, umgehen Sie die benötigte Kochzeit. Somit können Sie auch kalte Gerichte, Joghurtdips und Würzsaucen mit dem italienischen Klassiker verfeinern. Oder mögen Sie leicht pikante Gerichte, doch getrocknete und frische Chilis sind Ihnen meist zu scharf? Chiliextrakt hat eine milde, leicht dosierbare Schärfe, mit der Sie Ihre Speisen ganz nach Ihren Wünschen aufpeppen können.